Donnerstag, 2. Juli 2026
Kontrollfahrt
Freitag, 3. Juli 2026
Höhenangst
Samstag, 4. Juli 2026
Hausputz und Langustinen
Sonntag, 5. Juli 2026
Abreise… bis nächstes Jahr
Donnerstag, 2. Juli 2026
Kontrollfahrt
-
Wetter
Temperatur 10 - 14°C ● bedeckt bzw. sonnig ● z.T. starker Wind
-
Wegstrecke
Auto: 253 km / zu Fuß: 5 km
Für diesen Tag meiner Reise 2026 sagte der Wetterbericht gutes Wetter im Süden voraus – zumindest bis zum Nachmittag. Deshalb wollte ich nach Vík í Mýrdal fahren. Ich wollte unbedingt nach dem Zustand des berühmten schwarzen Strandes von Reynisfjara schauen. Dort war ich bereits mehrmals gewesen und dies ist für mich einer der schönsten Orte in Island.
Nun war im Frühjahr eine große Veränderung aufgetreten. Durch eine langandauernde Strömung aus Osten war ein großer Teil des schwarzen Sandes ins Meer gespült worden. Ich hatte mir online viele Fotos und Videos angeschaut. Die Stelle, an der ich 2016 noch gestanden hatte, lag nun im Atlantik.
Nun ist Reynisfjara ein absoluter Touristenhotspot. Deshalb bin ich zeitig losgefahren, um vor den Menschenmassen dort zu sein. Von meinem Häuschen aus waren es reichlich 150 Kilometer bzw. etwas über zwei Stunden Fahrzeit. Ich war gegen halb zehn dort und fand einen noch recht leeren Parkplatz vor.
weniger schlimm
Der alte Fußweg zum Strand endet nun plötzlich an einer fast zwei Meter hohen Abbruchkante. Aber der Zugang zur vorderen Höhle ist, zumindest bei Ebbe, wieder möglich. Offenbar ist doch wieder etwas Sand zurück gespült worden. Oder man hatte künstlich nachgeholfen? Aber man kommt definitiv nicht mehr um die Ecke in Richtung der Felsnadeln und der zweiten Höhle.
Der Atlantik gab an diesem Tag auch sein Bestes. Immer wieder schlugen mächtige Brandungswellen gegen die Felsen und rollten über den Strand. Auch die sogenannten Sneakerwaves waren dabei…
dumme Menschen
Und ich hätte mich pausenlos aufregen können. Es stehen dort große Warnschilder, die auf die Gefahr hinweisen. Aber bei den – inzwischen immer zahlreicher eintrudelnden Besuchern – herrschte zum Teil völlige Ignoranz. Hauptsache man hat ein geiles Foto mit der Brandung im Kasten. Ooops, plötzlich nasse Füße! Wer konnte das ahnen? Ich gönne ja niemandem etwas Böses. Aber die nassen Füße schon für soviel Dummheit.
Ich blieb eine ganze Weile und beobachtete aus sicherer Entfernung das faszinierende Spiel der Wellen. Reynisfjara ist für mich definitiv ein Sehnsuchtsort.
Kirchen
Aus dem Rückweg vom Strand machte ich noch einen kurzen Fotostopp an der Reyniskirkja, die ich bisher immer ignoriert hatte. Warum auch immer, keine Ahnung. Einfach mehrmals daran vorbeigefahren. Dann ging es weiter in Richtung Vík í Mýrdal.
In Vík í Mýrdal wollte ich eigentlich nur noch ein paar Fotos von der Víkurkirkja machen. Ich hatte nämlich festgestellt, dass es von oberhalb der Kirche auch noch einen schönen Fotostandpunkt gibt. Da ich von dort oben auch Fahrzeuge auf der Straße zum Reynisfjall sah, überlegte ich kurz, es auch zu probieren. Ich bin mir nicht sicher, ob man wirklich bis ganz hoch fahren kann. Aber ich hatte ja noch ein spezielles Ziel und das Wetter sollte bald schlechter werden. Also ließ ich es sein.
Stattdessen fuhr ich nur kurz in den Ort hinunter um zu tanken und machte mich dann gleich auf den Weg zurück in Richtung Westen.
davor & dahinter
Ich bog am Skógafoss von der Ringstraße ab, fuhr dann aber nicht nach links Richtung Wasserfall. Diesen hatte ich ja bereits mehrmals besucht, wenn auch immer nur von unten.
Ich fuhr die Straße durch bis Skógar, bog nach rechts ab und hielt dann am Parkplatz, wo die Straße auch endet. Hier beginnt ein kurzer Fußweg zu einem anderen Wasserfall, der wesentlich weniger bekannt und damit wesentlich weniger überlaufen ist. Aber er ist dennoch spektakulär.
Es handelt sich um den Kvernufoss. Er liegt in der Schlucht Kvernugil am Fluss Kverna (auch Kvernuhólsá genannt), welcher oberhalb in der Skógaheiði entspringt. Der Wasserfall ist etwa 40 Meter hoch. Das Besondere ist, dass man bis hinter den Wasserfall gehen kann und dann zurück in die Schlucht blickt. Ein wunderschönes Motiv.
leckere Auswahl
Auf dem Rückweg überlegte ich den weiteren Ablauf. Ich wollte eigentlich am Skógafoss auch einmal die Treppe bis ganz oben laufen (angeblich 513 Stufen). Leider wurde das Wetter schlechter und es begann bereits leicht zu regnen. Deshalb zog ich mich ins Trockene zurück. Und zwar ins Freya Café. Dieses gehört zum Skógasafn, dem Skogarmuseum. Das Museum ist zum großen Teil ein Freilichtmuseum, deshalb habe ich es nicht besucht, sondern bin nur im Cafe eingekehrt.
Das Cafe bietet eine sehr interessante Auswahl an total lecker aussehenden Torten und eine sehr große Karte mit sage und schreibe 32 Kaffee- und Teespezialitäten, so dass ich nicht widerstehen konnte. Der Kuchen war ein Rhubarb Cake (wobei ich vom Rhabarber nicht so viel gemerkt hatte, umso mehr aber von der Schokolade). Der Kaffee war ein extrem leckerer Cinnamon Honey Latte. Der Preis zusammen – 20 Euro. Aber ich habe keinen davon bereut.
Wie nun weiter? Es regnete immer noch, deshalb habe ich die Skógafoss-Kletterei endgültig ad acta gelegt (natürlich nur für dieses Jahr). So bin ich zu einem anderen Wasserfall aufgebrochen, der auch auf meiner Liste stand. Dort sollte das Wetter etwas besser sein.
…und noch ein Wasserfall
Ich bin die Ringstraße weiter Richtung Westen gefahren. Nach der Markarfljót-Brücke bin ich dann rechts in die Straße 250, eine Schotterpiste, eingebogen. Ich folgte der Straße bis zum Ende an der Straße 261. Von dort konnte ich schon mein Ziel sehen, den Wasserfall Gluggafoss. Nur wenige Meter weiter westlich befindet sich noch ein Wasserfall, der Þórðarfoss.
Der Gluggafoss, auch bekannt als Merkjárfoss, ist eine Kaskaden aus drei kleineren Wasserfällen am Fluss Merkjá. Diese sind 45, 76 und 8 Meter hoch, also insgesamt beachtliche 129 Meter. Gluggafoss bedeutet ‚Fensterwasserfall‘, weil die obere Stufe nur wie durch ein Fenster zu sehen ist.
Der Gluggafoss ist ein sehr schöner Wasserfall, der wohl von vielen nicht beachtet wird, da er etwas abseits der typischen Touristenrouten liegt. Dafür hat man ihn fast für sich allein.
Dann setzte wieder Regen ein. Über die Straße 261 erreichte ich in Hvolsvöllur wieder die Ringstraße. Ich machte nur noch einen Stopp am Krónan in Selfoss, dann ging es zurück in mein Häuschen.
Freitag, 3. Juli 2026
Höhenangst
-
Wetter
Temperatur 3 - 14°C ● bedeckt/sonnig, in der Höhe Schnee ● mäßiger Wind
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Wegstrecke
Auto: 526 km / zu Fuß: 3 km
Welch ein Glück! Endlich passte das Wetter für eines der Hauptziele meiner Reise 2026, die ich auf meiner Agenda hatte. Auf ins Hochland! Schon gegen 7 Uhr bin ich aufgebrochen. Ich fuhr die Straße 35 Richtung Norden, ließ die Touristenhotspots am Geysir und am Gullfoss links liegen. Entgegen meinen Erwartungen (und der Anzeige auf Google Maps) war der asphaltierte Teil der Strecke fast 15 km länger als erwartet. Erst nach insgesamt 66 gefahrenen Kilometern begann die Schotterpiste. Nun war ich wirklich auf der Kjalvegur (oder Kjölur), einer der bekanntesten Hochlandstraßen in Island. Es ist eine von nur zwei Straßen, die das Hochland durchqueren, die andere ist der Sprengisandsleið (Straße F26) weiter im Osten.
Mein Weg führte nun noch etwa 45 km auf der Kjalvegur nach Norden. Der Zustand der Straße war der wechselhaft. Es gab Abschnitte, auf denen man die zulässigen 80 km/h fahren konnte, aber auch Stücke, auf denen sich ein tiefes Schlagloch ans andere reihte. Ich war (auf der Hinfahrt) auch noch sehr vorsichtig.
Zwischen den Gletschern
Die Landschaft um mich herum war atemberaubend. Links war die ganze Zeit der Langjökull mit seinen Gletscherzungen zu sehen. Nach dem Überqueren der Hvítá (weißer Fluss) lag dann links der Flusslauf der Svartá (schwarzer Fluss). Und auf der rechten Seite ging der Ausblick über schneebedeckte Berge bis hin zum Hofsjökull.
Nach knapp 30 km waren links plötzlich Gebäude zu sehen. Es gab dort mit Árbúðir eine Berghütte mit Schlafgelegenheiten, einem kleinen Cafe und WC. Im Prinzip ein kleiner Rastplatz in einem traumhaften Naturpanorama.
Weiter ging meine Fahrt, bis ich den Abzweig zur Kerlingarfjallavegur (Straße F347) erreichte. Diese sollte mich nun bis zu meinem Ziel führen. Im Gegensatz zur Straße 35, die auch für normale PKW passierbar ist, handelt es sich nun um eine echte F-Straße, für die 4×4-Antrieb vorgeschrieben ist.
Ich war auf der ganzen Strecke ab dem Gullfoss übrigens nur zwei Autos und einem Bus begegnet, was sicher auch mit meiner frühzeitigen Abfahrt zu tun hatte. Nach nur 4 Kilometern gab es schon wieder ein Highlight, den Wasserfall Gýgjarfoss vor einer beeindruckenden Bergkulisse.
Die Straße stieg danach beständig an und nach weiteren sechs Kilometern erreicht man die Highland Base Kerlingarfjöll. Hier war ein kurzer Stopp notwendig, aber gleich ging es weiter. Nun begann der anspruchsvollste Teil der Strecke, es ging steil immer weiter hinauf, auf und neben der Straße lag Schnee, es gab auch kurze Eisfelder.
Letztlich war ich dann auf über 1.000 Metern Höhe, als ich den Parkplatz am Ende der Straße erreichte. Vor mir lag der Gebirgszug des Kerlingarfjöll. Der höchste Punkt liegt hier bei 1.477 Metern. Die aus Rhyolith-Gestein bestehenden Berge bieten eine farbenprächtige Landschaft. Und unten im Tal befindet sich das Hochtemperaturgebiet Hveradalir mit zahlreichen heißen Quellen, Schlammtöpfen, Fumarolen und dampfenden Bächen.
Treppenproblem
Es waren hier nur 3°C und es schneite leicht, weshalb ich mich genötigt sah, doch meinen Hoodie anzuziehen. Der Parkplatz liegt auf einem Berggrat, von hier aus führt ein schmaler Fußweg weiter. Rechts und links fanden sich fantastische Fotomotive.
Und dann kam mein Problem. Der Weg ging auf einer Treppe weiter. Die schmalen Stufen waren mit Holzplanken umgrenzt, dazwischen befand sich in jeder Stufe ein Schlammloch, bei dem man nicht wusste, wie tief es ist. Es gab keine gerade Trittmöglichkeit. Rechts und links der Treppe ging es steil bergab, aufgrund der Witterung war es auch dort nass und schlammig. Und hier stand ich nun mit meiner Höhenangst und doch sehr beschränkten Trittsicherheit. Ich tastete mich zwei Stufen hinab…
…und ich gab auf! Mit einem Wanderstock hätte ich es vielleicht weiter versucht, da hätte ich den Untergrund testen können. Bei trockenem Untergrund hätte ich auch direkt neben der Treppe kraxeln können, aber jetzt war es zu rutschig dafür.
Schweren Herzens lief ich zurück zum Auto. Aber es war definitiv nicht umsonst gewesen, auch von hier oben war die Landschaft einfach nur grandios! Und ich werde mit Sicherheit wiederkommen! Bei besseren Bedingungen und mit besserer Ausrüstung.
Auf dem Rückweg schaute ich nochmals bei der Highland Base vorbei. Eventuell hätte ich hier im Restaurant sogar gegessen, aber es war noch gar nicht geöffnet.
Eingefahren
So machte ich mich dann auf den Rückweg. Inzwischen war hier so einiges los, pausenlos begegnete ich anderen Fahrzeugen. Und ich hatte mich inzwischen auch an die Schotterpiste mit ihren wechselnden Bedingungen gewöhnt und traute mir auch mehr zu. Letztlich war ich auf dem Rückweg zwanzig Minuten schneller als auf dem Hinweg. Ab und an machte ich einen kurzen Stopp, um die prächtige Umgebung in mich aufzusaugen.
Am Geysir brauchte ich dringend eine kurze Pause, wozu ich mir extra ein Parkticket kaufen musste. Die Toilette selbst war aber kostenlos. Wenn ich es gewusst hätte: am Gullfoss kurz vorher hätte ich beides kostenlos gehabt.
Ich war noch kurz im Souvenirshop, allerdings ohne auf die überteuerten Preise hereinzufallen. Als ich wieder zum Auto wollte, gab es wolkenbruchartigen Regen, so dass ich mich noch eine Weile unterstellte.
Weiter bin ich dann über die Straße 30 und den Ort Flúðir gefahren, wo der einzige kleine Supermarkt (Krambúðin) in der Gegend war.
Unterwegs bin ich dann in einen größeren Stau geraten. Drei Bauern versuchten, eine große Herde Schafe zu ihrem Hof zu treiben. Direkt neben der Straße gab es auch einen Wirtschaftsweg, den die Herde nehmen sollte, angeführt von den Bauern auf Minitraktoren.
Das interessierte die Schafe allerdings herzlich wenig. Mal entdeckten sie links der Straße einen Grashalm, mal rechts der Straße. Ständig galoppierten die Tiere von einer Seite auf die andere.
Zum Glück war der Hof schon in Sichtweite, aber für die etwa tausend Meter brauchte die blökende Herde fast eine halbe Stunde.
Nach dem kurzen Supermarktbesuch bin ich dann zurück in mein Häuschen gefahren und habe den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen lassen, während es draußen wieder heftig regnete.
Samstag, 4. Juli 2026
Hausputz und Langusten
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Wetter
Temperatur 11 - 15°C ● sonnig, trocken ● leichter Wind
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Wegstrecke
Auto: 146 km / zu Fuß: 3 km
Der Plan für den letzten Tag war einfach. Zuerst musste ich das Haus putzen. Dann wollte ich mich gegen 11 Uhr auf den Weg in Richtung Flughafen machen, aber unterwegs noch essen gehen. Ich musste das Auto bis 16:30 Uhr abgeben, zuvor aber auch noch das Wäschepaket zurückbringen.
Der Hausputz ging zügig vonstatten, ich hatte mich vorgesehen und nicht viel Dreck gemacht. Backofen und Herd hatte ich bereits am Vorabend gereinigt. Nun waren noch das Bad, der Schlafraum und der Wohnraum dran.
Dann lud ich mein Gepäck ins Auto sowie die sortierten Mülltüten. Der Müllplatz lag ja fast am Weg. Wie zum Hohn gab es draußen strahlenden Sonnenschein, zum ersten mal in der Woche.
Ich musste ja über Selfoss fahren, dort wollte ich an der Olís-Tankstelle das Auto waschen. Entgegen meiner Erinnerung und der Ansicht auf Google Maps war dort aber keine Box zum selber waschen mehr. Vielmehr gab es jetzt eine Waschstraße. Und so waren wieder 20 Euro weg. Im nettó holte ich noch ein paar Süßigkeiten als Mitbringsel, dann ging es zum Essen.
Handarbeit
Zum Ende meiner Reise 2026 ließ ich es nochmal so richtig krachen! Ich hatte mir im Netz verschiedene Restaurants angesehen. Schließlich war ich beim Fjöruborðið in Stokkseyri fündig geworden. Dort gibt es eigentlich nur eins: Langustinen. Und die wollte ich endlich einmal probieren, wo sonst bekommt man so frische Ware wie hier.
Die Karte bietet ein 3-Gänge-Menü mit Suppe, Langustinenschwänzen (200g, 300g oder 400g) und einem Dessert nach Wahl. Die Gänge kann man auch einzeln ordern. Dann gibt es noch ein vegetarisches und ein Lamm-Gericht. Das war’s.
Ich entschied mich für das 300g-Menü. Die Suppe war schon mal sehr lecker. Das Hauptgericht erforderte dann viel Handarbeit. Man muss die Schalen seitlich wegbrechen und abschälen und kann dann das Fleisch herausziehen. Bei über zwanzig Langustinenschwänzen war das ein ganzes Stück Arbeit. Aber auch das Hauptgericht war sehr lecker (und knoblauchlastig), auch wenn ich so etwas schon wegen des Preises sicher nicht noch einmal bestellen werde. Als Dessert hatte ich mich für ein Skyramisu entschieden, das war ein Tiramisu aus Skyr und auch sehr lecker.
Letztlich war dies wahrscheinlich das teuerste Essen meines Lebens, aber ich habe es nicht bereut, dies einmal probiert zu haben. Doch dann drängte die Zeit und ich musste los Richtung Keflavík.
Menü für Interessierte
3-Gänge-Menü mit 300 g Hauptgericht
- Humar í gölddróttri súpu
(Langustine in magischer Suppe / wörtlich: Hexenwurzelsuppe) - Leturhumar Fjöruborsins
(Langustinenschwänze)
Langustinenschwänze in Knoblauch und Butter mit Zitrone und Petersilie sautiert und mit kleinen Kartoffeln, eingelegten Gurken mit Dill und einem Salat - Skyramisu
(Tiramisu aus Skyr)
14.650 ISK
101,25 Euro
Schlüsselerlebnis
Über die Straßen 33, 34, 38, 427, 42 und 41 kam ich schließlich zur Wäscheabgabe in Keflavík. Dort hatte ich einen Code für die Tür. Den musste man auf der elektronischen Türklinke (so ähnlich) eingeben, um die Tür zu öffnen. Erst beim Berühren schaltete sich das Display mit den Touch-Tasten ein. Die Klinke bestand aus polierten schwarzen Kunststoff. Und wie ich schon erwähnt hatte, gab es strahlenden Sonnenschein.
Eine ungünstige Kombination: ich sah absolut nichts. Das grelle Sonnenlicht spiegelte sich auf der Klinke, selbst durch Abschatten mit der Hand war nichts zu erkennen. Nach zahlreichen Fehlversuchen rief ich schließlich bei Viator an und schilderte das Problem. Wir einigten uns, dass ich das Wäschepaket etwas sichtgeschützt ablegen sollte, bis jemand vorbeikäme.
Aber dann packte mich doch der Ehrgeiz. Ich konnte bei einem der Versuche schwach die Ziffer 5 erkennen. Davon ausgehend erriet ich die Positionen der anderen Ziffern. Und wo die Bestätigungstaste war, wusste ich zum Glück noch von der Abholung. So konnte ich doch noch die Tür öffnen und mein Wäschepaket einwerfen.
Dann fuhr ich schnell noch zum letzten Tanken und dann schnurstracks zum Aurora Airport Hotel. Ich brachte mein Gepäck aufs Zimmer und fuhr dann sofort zur Autorückgabe bei Hertz. Ich schilderte nochmals das bereits per Email berichtete Problem mit den Beulen. Und auch mit der zwischenzeitlich verwirrenden Tankanzeige. Letztlich war es kein Problem, ich bekam bereits nach einer Stunde das Rückgabedokument ohne Beanstandungen zugesendet.
Nachher machte ich noch einen kleinen Rundgang durch das Flughafenterminal, auch um zu schauen, ob es irgendwelche Veränderungen gab.
Sonntag, 5. Juli 2026
Abreise… bis nächstes Jahr
-
Wetter
Temperatur 12°C ● bewölkt, trocken ● mäßiger Wind
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Wegstrecke
Flugzeug: 2.450 km / zu Fuß: 1 km
Meine Reise 2026 ging zu Ende. Ich war schon vor halb sechs im Terminal. Ich hatte bereits am Vortag online eingecheckt. Aber wie bereits im Vorjahr funktionierte mein Code bei den Checkin-Automaten nicht. Dort musste ich ja noch mein Gepäck einchecken. Aber der Automat meinte, dass es ein Problem mit meinem Flug gäbe. Zum Glück war diesmal aber viel Flughafenpersonal anwesend und mein Problem konnte schnell geklärt werden. Die Dame drückte irgendwo auf dem Display herum und schon bekam ich meine Gepäckbanderole.
An den Gepäckautomaten warteten so an die 70 bis 80 Reisenden, aber es ging sehr zügig, da an der Spitze der Schlange acht Stationen geöffnet hatten. Auch bei der Sicherheitskontrolle ging es zügig voran. Allerdings muss ich etwas an mir gehabt haben, was die Kontrolle störte, ich musste die Schuhe ausziehen und wurde auch nochmal von Hand abgetastet. Was weiß ich, was da war!
Der Flug verlief ruhig, wir waren auch wieder fast eine halbe Stunde zu früh in Berlin. Auch auf mein Gepäck musste ich nicht allzu lange warten. Und endlich einmal wurde ich nicht von einer drückenden Hitze empfangen wie in den Jahren zuvor.
So ging meine erlebnisreiche Reise 2026 zu Ende…








