Reise 2026

Dienstag, 23. Juni 2026
wieder da

Mittwoch, 24. Juni 2026
Stadt und Land

Donnerstag, 25. Juni 2026
Überflug, Lava und falsches Wetter

Dienstag, 23. Juni 2026

wieder da

  • Wetter

    Temperatur 12 - 14°C ● wolkig, kein Regen ● leichter Wind

  • Wegstrecke

    Auto: 51 km / zu Fuß: 3 km

Meine Reise 2026 begann wie immer am Flughafen BER. Die Vorfreude war dieses mal noch größer, denn neben der Freude auf Island kam auch noch die Erleichterung dazu, von den angekündigten extremen Temperaturen daheim verschont zu bleiben.

Ich hatte mir Anfang des Jahres den Luxus gegönnt, für das Parkhaus P1 zu buchen, da dieses direkt neben dem Terminal liegt. Fazit: Bringt nichts. Man ist zwar am Ausgang näher am Terminal, aber im Parkhaus ist die Spurführung ziemlich komisch, und man legt innerhalb des Hauses eine größere Strecke zurück. Deshalb nächstes Jahr wieder das altbewährte P2.

Ich war zwar schon online eingecheckt, aber musste ja noch das Gepäck abgeben. Am Schalter von Icelandair ging es ganz gemütlich zu. Um 11:00 Uhr erschient zwar Personal, die fuhren aber erst mal in aller Ruhe ihre Terminals hoch, legten die Rollen mit den Gepäckanhangern ein und unerhielten sich.

Aber ich bin ja immer sehr zeitig da, so dass das kein Problem war. Die Sicherheitskontrolle ging dann sehr zügig, so konnte ich mit noch in aller Ruhe einen Abschiedskaffee gönnen.

Der Flieger war viel früher als erwartet da, ungefähr eine halbe Stunde. Das brachte die Abläufe am BER völlig durcheinander. Es dauerte fast 20 Minuten, bis jemand mal den Finger (die Fluggastbrücke) in Richtung Maschine bewegte. Dann ging es relativ zügig, aber während wir bereits mit dem Einstieg begannen, wurde immer noch das Gepäck vom Hinflug entladen. Die ankommenden Passagiere mussten wohl viel Geduld aufbringen.

Der Flug verlief ruhig. Es gab aber nichts zu sehen, wir flogen über einer geschlossenen Wolkendecke. In Keflavík ging alles sehr zügig, das Gepäckband lief bei meiner Ankunft (nach kurzem Toilettenstop) bereits.

Am Hertz-Schalter zog es sich dann wieder ganz schön hin, obwohl alle Plätze besetzt waren. Ich erhielt schließlich ein Upgrade von Dacia Duster auf Dacia Bigster. Neu war dann die Kilometermaut, die ich sofort als Pauschale entrichten musste. Ich zahlte 19.109 ISK, also etwa 132 Euro.

Am Auto machte ich dann die üblichen Rumumfotos, um den Zustand zu dokumentieren. An der rechte hinteren Tür gab es unten einen kleinen Lackschaden und eine kleine Delle.

Kleiner Vorgriff

Bei jedem weiteren Stop an diesem Abend entdeckte ich je nach Lichteinfall eine weitere Beule. Die waren aber ohne Lackschaden und somit nur aus einem bestimmten Winkel zu erkennen. Dafür aber handgroß. Auf Fotos konnte man sie gar nicht erkennen. Wenn man einmal wusste, wo sie waren, konnte man sie aber problemlos ertasten.

Deshalb habe ich hach Rücksprache mit Katla Travel eine Mail an Hertz geschickt, mit den Informationen und den nichtssagenden Fotos. Nach drei Tagen bekam ich dann Bescheid, es wäre in Ordnung und ich solle es bei Rückgabe noch mal ansprechen, dass ich die Mail geschickt hatte.

Aber auch bei der Rückgabe sah man das sehr gelassen. Für einen ‚richtigen‘ Schaden muss vermutlich ein Loch im Blech sein.

Ich fuhr dann als erstes zur Servicestelle von Viator in Keflavík, wo ich mein Wäschepaket für das Ferienhaus abholte. Die Türcodes waren mir bereits per SMS zugestellt worden. Und da der örtliche nettó-Supermarkt gleich nebenan liegt, holte ich mir gleich dort den ersten Proviant, vor allem Getränke.

Dann fuhr ich nach Reykjavík, wo ich drei Übernachtungen im Fosshotel Lind hatte. Das Hotel selbst war sehr zweckmäßig und sauber, verfügte aber über kein Restaurant. Ich hatte das Hotel wegen der Zentrumsnähe gewählt, es liegt am östlichen Ende der Laugavegur beim Hlemmur, dem ehemaligen Busbahnhof, welcher jetzt ein Food Court ist. Somit war das nicht vorhandene Restaurant irrelevant.

Und wenn man nun schon in der Nähe eines Food Court wie des Hlemmur ist, kommt dann natürlich auch der Appetit auf etwas anderes als Würstchen aus dem Supermarkt.

Also verließ ich noch einmal das Hotel und schlenderte die paar Meter hinüber, um etwas zu essen.

Bis 2016 befand sich am Hlemmur ein zentraler Busbahnhof als Knoten des städtischen Busbetriebs von Strætó. Im Januar 2016 wurde das Empfangsgebäude des Busbahnhofs geschlossen und darin der Food Court mit mehreren Restaurants eingerichtet. Im Juni 2024 wurde auch die Busstation offiziell geschlossen. Das Gebiet wird seitdem in eine Fußgängerzone umgewandelt.

Im Hlemmur hat man die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten. So gibt es unter anderem

  • ein Bistro (Snaps)
  • einen Pizza-Bäcker (Flatey Pizza)
  • vietnamesisches Street Food (Halló xin chào)
  • eine Grill- und Weinbar (Kröst)
  • lokale Spezialitäten (Fjárhúsið)
  • einen Eisstand (Gaeta Gelato)
  • indisch-nepalesische Küche (Namaste)

Ich entschied mich für etwas Einheimisches, nämlich den islandtypischen frischen Fisch in Form von Fish&Chips. Dazu gab es noch ein einheimisches Bier.

Das Essen war sehr lecker, das Bier auch. Der Preis war natürlich erwartungsgemäß islandtypisch. Ich bezahlte für beides zusammen etwa 33 Euro.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Stadt und Land

  • Wetter

    Temperatur 13 - 18°C ● sonnig, trocken ● leichter Wind

  • Wegstrecke

    Auto: 168 km / zu Fuß: 4 km

kulinarischer Stadtbummel

Der erste ‚echte‘ Tag der Reise 2026 begann mit dem Frühstück im Hotel. Ich nahm aber nur ein leichtes Frühstück, denn ich hatte einen Plan. Ich machte mich zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt und folgte der Laugavegur. Ich lief gemütlich, fotografierte alte Häuschen und Street-Art.

Und dann stand ich vor der Bäckerei Sandholt, meinem Ziel für das zweite Frühstück. Als ich drinnen war, war ich erstaunt. Der Laden war viel kleiner, als er auf Fotos gewirkt hatte. Aber das Angebot ist unglaublich, allerdings ebenso die Preise. Zum Glück stehe ich nicht so auf süßes Gebäck, sonst wäre ich an der Auswahl schier verzweifelt.

Ich entschied mich lieber für etwas herzhaftes zum zweiten Frühstück. 

Menü für Interessierte

  • Lambasteikarsamloka
    (Lamb Tinga Sandwich)
    Sauerteigbrot, langsam gekochte Lammschulter, Senf, Chipotle-Sauce, Käse, eingelegter Kohl, Koriandercreme
    (2.990 ISK / ca. 21,25 €)

  • Café Latte
    (850 ISK / ca. 6,00 €)

3.840 ISK

27,25 Euro

Dann setzte ich meinen Tour durch die Stadt fort und lief die Frakkastígur hinauf, denn dort befindet sich der Eisladen Valdìs, auch eine bekannte Location in Reykjavík.

Die hatten aber noch nicht geöffnet, so dass ich zunächst bis zur Hallgrímskirkja hoch lief. Unterwegs kam ich auch noch an der nächsten berühmten Bäckerei vorbei, Brauð & Co. Dieser Laden ist berühmt für seine Zimtschnecken. Leider gab es aber eine große Diskrepanz zwischen dem Angebot der Bäckerei, der Aufnahmekapazität meines Magens und dem noch geplanten Eisladen.

Auf dem Rückweg war der Eisladen dann offen und ich gönnte mir drei Kugeln.

  • Rhabarber-Salzkaramell
  • Rúgbrauð
  • Himbeer-Sorbet

Sehr clever ist die Preisgestaltung, die erste Kugel ist richtig teuer und jede weitere Kugel wird immer billiger.

eine Kugel 950 ISK (ca. 6,75 €)
zwei Kugeln 1.400 ISK (ca. 9,94 € / 4,97 je Kugel)
drei Kugeln 1.700 ISK (ca. 12,06 € / 4,02 je Kugel)

Danach machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel bzw. zum Auto, denn das Wetter wurde immer schöner. Deshalb sollte es noch in die Natur gehen.

auf in die Natur

Ich hatte mir eine Tour über die Halbinsel Reykjanes vorgenommen, um ein paar liegengebliebene Ziele zu besuchen. Zunächst fuhr ich Richtung des Sees Kleifarvatn, also zunächst über die Straße 41 in Richtung Keflavík, um dann in die Straße 42 nach Süden abzubiegen. An den See war ich vor ein paar Jahren schon mal entlang gefahren, allerdings bei schlechterem Wetter.

Unterwegs hatte ich wieder eine kleine Anekdote mit den modernen Segnungen der Automobiltechnik. Ich fuhr auf der schnurgeraden Straße, als sich plötzlich das Auto meldete. Ich sollte die Lenkung übernehmen. Ja wohin denn? In den Straßengraben? Auf die Gegenfahrbahn? Diese Frage blieb unbeantwortet.

An See machte ich dann mehrere Stopps, um die wunderbare Landschaft zu genießen und zu fotografieren. Das Hochtemperaturgebiet von Seltún ließ ich aus, wir waren bereits 2016 dort gewesen und der Parkplatz war brechend voll.

Weiter ging die Fahrt Richtung Süden. Kurz vor Erreichen der Suðurstrandarvegur (Straße 427) bog ich nach links auf eine Schotterpiste ab. Auf dem ersten kurzen Teilstück fährt man südlich an zwei Kratern vorbei, Litla-Eldborg und Stóra-Eldborg (Geitahlíð).

Stóra-Eldborg ist ein etwa 50 Meter hoher und 30 Meter tiefer Schlackekrater unterhalb des Berges Geitahlíð (385 Meter).

Trotz seiner Nähe zum Hochtemperaturgebiet Seltún gehören die Krater nicht zum Vulkansystem Krýsuvík, sondern als dessen südlichster Punkt zum Vulkansystem Brennisteinsfjöll. Die letzte Eruption war vor etwa 2.400 Jahren.

Nach dem Umfahrung der Krater kommt ein kleiner Parkplatz. Von dort führen Wanderpfade zu den Kratern und auf den Berg.

Ich habe dann aber auf die Wanderung zu den Kratern (ca. 25 Minuten je Richtung) verzichtet. Ich hatte noch interessantere Ziele für diesen Tag eingeplant und das Wetter begann sich etwas zu verschlechtern. Und außerdem war es mein erster Tag der Reise 2026 und ich war noch nicht richtig eingelaufen.

Vögel in der Klippe

Weiter ging es zum nächsten Ziel. Ich folgte der Straße 42 bis zum südlichen Ende und fuhr dann nach rechts in die Suðurstrandarvegur (Straße 427) ein. Aber bereits nach etwa 4,5 km bog ich nach links in eine Schotterpiste ein. Diese führte bis zur Küste, zu den Klippen Krýsuvíkurberg. Der Weg kann etwas holprig und schlammig sein, ein 4×4-Fahrzeug wird deshalb empfohlen.

Vom kleinen Parkplatz sind es nur wenige Schritte und man hat einen Blick auf einen Abschnitt der insgesamt 15 km langen Klippen, die bis zu 70 Meter hoch aus dem Atlantik ragen. Im diesen Felsen nisten jedes Jahr geschätzte 57.000 Seevögelpaare.

Weiter ging es nach Grindavík, wo ich einen kleinen Stopp brauchte. Im vorigen Jahr hatte ich bereits die Folgen der Erdbeben und Eruptionen der letzten Jahre besichtigt.

Dabei war auch des Kunstprojekt des Sonnentempels, den wir 2016 besucht hatten, schwer beschädigt worden. Während es damals noch wie ein Trümmerfeld aussah, war nun fast alles weggeräumt. Nur ein paar große Steine an den Rand gelegte Steine zeugten noch von dem Tempel.

Dafür hatte man aber einen neuen Parkplatz eingerichtet. Und an diesem standen zahlreiche Tafeln mit Fotografien aus der Zeit der heftigsten Eruptionen, als Grindavík in großer Gefahr war und evakuiert wurde.

Dann fuhr ich ein kleines Stück die Straße 43 nach Norden, bis in Höhe der Bláa Lónið (Blauen Lagune). Dort war die Straße im Lavafeld verschüttet worden und zum großen Teil neu trassiert. Sie kreuzt dort den ehemaligen Beginn der Straße 426, die bis zur Lagune führt. Dort kann man direkt die auf die Straße gelaufene Lava besichtigen (Bláalónsvegur Lavafield).

Pool in der Brandung

Dann fuhr ich wieder zurück nach Süden, bog aber am Orteingang von Grindavík rechts in die Nesvegur (Straße 425) ein. Nach etwas mehr als zehn Kilometern gibt es nach links eine kurze Stichstraße zu einem Parkplatz. Von diesem aus erreicht man nach wenigen Metern eine große Aussichtsplattform. Und dann blickt man herab zu Brimketill, einem direkt am Ozean gelegenen natürlichen Felsenpool. Brimketill bedeutet übersetzt ‚Wildwasserkessel‘, Früher war er auch als Oddnýjarlaug bekannt, benannt nach der Troll-Riesin Oddný, die hier badete und ihre Wäsche wusch.

Es wird vermutet, dass das Becken während der Vulkanausbrüche auf Reykjanes zwischen 1210 und 1240 entstanden ist. Die Wellen, die gegen die Klippen am Brimketill schlagen, zeigen deutlich die Kraft des Nordatlantiks, der diesen Ort über die Jahre formte. Ständig ändert sich der Anblick durch die überschlagenden Wellen und sicher bieten sich auch bei den wechselnden Gezeiten immer wieder neue Bilder.

Dann bewegte ich mich wieder in Richtung Reykjavík zum Hotel. Ich hatte auch ein kleines Problem mit dem Telefon, der Akku war fast leer. Ich hatte mir am Morgen zwar ein Ladekabel eingesteckt. Aber erst später bewerkte ich, dass das Auto bereits USB-C hat.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Überflug, Lava und falsches Wetter

  • Wetter

    Temperatur 9 - 12°C ● bewölkt ● leichte Schauer ● mittlerer Wind

  • Wegstrecke

    Auto: 10 km / zu Fuß: 3 km

Der Wetterbericht hatte für diesen Tag bedeckten Himmel und viel Regen angesagt. Deshalb hatte ich mich auf inhouse-Aktivitäten vorbereitet. Bereits am Vorabend hatte ich mir über Katla Travel zwei Tickets besorgt. Eines für FlyOver Iceland, eines für die Lava-Show. So wollte ich dem schlechten Wetter entfliehen.

Spoiler: Es wäre nicht nötig gewesen, denn das tatsächliche Wetter hatte außer der Temperatur fast nichts mit dem Wetterbericht zu tun. Island halt! Aber die Shows wollte ich ja ohnehin sehen, ich hatte Reykjavík unter anderem auch deshalb als Startpunkt meiner Reise 2026 auserkoren.

In der ersten Stunde stimmte der Wetterbericht noch halbwegs, zumindest gab es leichten Nieselregen. Ich machte einen kleinen Abstecher zur Háteigskirkja, einer Kirche, die mit ihren vier Türmen ins Auge springt.

Luft

FlyOver Iceland ist ein beeindruckendes Erlebnis in einer Show, die auch weltweit sehr selten ist. Es gibt dies sonst nur  noch in Vancouver, Las Vegas und Chicago.

Ich hatte mir die Show vor einigen Jahren schon einmal angesehen, aber dieses Erlebnis war so genial und beeindruckend, dass ich unbedingt noch einmal hin musste.

Hier sind aber keine Foto- und Videoaufnahmen gestattet, so dass sich jeder selber ein Bild machen muss. Aber Videos und erst recht Fotos könnten in keiner Weise das wirkliche Erlebnis widerspiegeln, welches man bei dem rasanten Flug über Island hat. Ständig wechselnde, nahtlos ineinander übergehende Szenen, bei denen alle Bewegungen und Beschleunigungen mit den hängenden Sitzen simuliert werden, dazu Sprühnebel und ähnliches, passend zu den dargestellten Szenen.

Da von dem angekündigten Regen weit und breit nichts zu sehen war, habe ich die weiteren Wege zu Fuß erledigt. Es waren zugegebenerweise auch recht kurze Wege innerhalb des Reykjavíker Grandi-Viertels.

Erde

Die Lava-Show ist nicht weniger beeindruckend und noch einzigartiger. Nirgendwo sonst in der Welt gibt es eine Show mit echter flüssiger Lava. In Island gibt es dies gleich zweimal, in Vík í Mýrdal und hier in Reykjavík. In beiden Orten werden auch Informationen über den lokalen Vulkanismus vermittelt, in Vík über die Katla, in Reykjavík über Reykjanes.

In der mehrfach preisgekrönten Show kann man live auf 1.100°C erhitze flüssige Lava erleben, die in den Showroom fließt. Die verwendete Lava stammt vom Katla-Ausbruch 1918.

Man erhält anfangs viele Informationen über den Vulkanismus und Lava, bis dann das wieder verflüssigte Gestein in einem zähen Strang in den Raum fließt. Man kann dann unter ständigen Erläuterungen verfolgen, wie die Lava langsam abkühlt, wie sich die Konsistenz und Viskosität ändern und auch die Farbe. Am Ende der Show hat die Lava noch 300 bis 400°C.

Eis

Nun zum nächsten Element. Das Eis war aber nicht in freier Natur, sondern befand sich in einem großen Eisbecher. Unweit der Lava-Show befindet sich nämlich der Fakriksverkauf der bekannten isländischen Schokoladenmarke Omnom (Omnom ísbúð og súkkulaði verslun). Die Schokolade hatte ich schon in den Vorjahren mehrfach probiert und auch als Mitbringsel mitgebracht. Die teilsweise sehr originellen Sorten sind eine der besten, aber auch teuersten Schokoladen, die ich kenne. Und interessanterweise waren die Tafeln hier im Werksverkauf teurer als in den Supermärkten.

Ich entschied mich aber für einen Eisbecher. Es gab Becher, die alle auf normalen Vanilleeis basierten, aber mit originellen Zutaten und Tiernamen punkteten. ;eine Wahl fiel auf den Octupus, mit Lakritz-Schokoladensauce, Lakritz-Himbeer-Nuggets und extra sauren Himbeergummis. Im Becher steckten noch Arme aus Lakritz-Schokolade.

Anschließend schlenderte ich zurück zu Flyover Iceland, wo mein Auto parkte. Im nahegelegenen Krónan-Supermarkt füllte ich meine Vorräte auf, denn die nächsten zwei Tage würde ich nicht in die Nähe eines Supermarktes kommen.

Später wieder im Hotel angekommen, entschied ich mich, auswärts zu essen. Ich war ja sehr zentrumsnah untergebracht und am Vortag war ich an zahlreichen Gelegenheiten vorbeigekommen. Gleich neben dem Hlemmur, wo ich am ersten Abend gegessen hatte, befindet sich das 2Guys, ein sehr gut bewerteter Burgerladen mit jährlichen Auszeichnungen.

Der Burger war gut, wenn auch nicht so gut, dass er in meinen Augen die ganzen Auszeichnungen gerechtfertigt hätte. Die Pommes waren eher Durchschnitt. Nichtdestotrotz ein leckeres Essen.

Menü für Interessierte

  • 2GUYS Burger
    2Guys sósa, 2x buff, þrefaldur ostur, Franskar & gos  fylgir
    2Guys sauce, 2x patty, triple cheese, Fries & soda

3.390 ISK

23,40 Euro

Wetterbericht kontra Realität

Ich habe mich ja inzwischen an das isländische Wetter gewöhnt und kann auch gut mit den Vorhersagen umgehen. Dies sollte mir auch im weiteren Verlauf meiner Reise 2026 noch oft von Nutzen sein.

Den aktuellen Tag hatte ich ja wegen schlechter Prognosen mit inhouse-Aktivitäten geplant. Der Wetterbericht kündigte bedeckten Himmel und fast den gesamten Tag immer wieder Regenschauer an. Um es kurz zu machen: dies stimmte etwa eine Stunde lang. Bei meinem Besuch an der Háteigskirkja (gegen 9:30) gab es leichten Nieselregen.

Doch schon, als ich danach im Grandi-Viertel ankam, riss die Wolkendecke langsam auf. Am Nachmittag zeigte sich schon ab und an die Sonne und am frühen Abend sah es nach einem herrlichen Sonnentag aus. Dies ist auf den ersten drei Bildern gut zu verfolgen.

Auch für den nächsten Tag war die Vorhersage nicht so gut, aber schon ein Blick aus meinem Zimmerfenster zeigte ein gänzlich anderes Bild. Das schlechte Wetter hatte es einfach nicht von Meer aufs Land geschafft.