Geysir / Haukadalur

Geysir / Haukadalur

5/5
  • Typ

    Landschaft / Geothermalgebiet / Geysir

  • GPS-Koordinaten

    N 64° 18' 45.7'' W 20° 18' 2.7''

  • Wann war ich da?

    2016, 2019

  • touristische Informationen

    Entfernung von Reykjavík: 107 km (116 über Sellfoss) ● Fahrzeug: beliebig ● Touristenandrang: sehr hoch ● WC: ja

  • Versorgung

    Supermarkt: Flúðir (Samkaup Strax) - 25 km ● Tankstelle: N1

  • Schwierigkeitsgrad

    1 von 5

Das Haukadalur (Tal der Greifvögel) ist ein Thermalgebiet im berühmten Golden Cicle. Bekannt ist es vor allem für die Geysire. Neben dem Großen Geysir (Stóri Geysir) und dem Strokkur gibt es mehrere große und kleine Heißwasserquellen und Fumarolen.

Das Haukadalur liegt am Fuße des 187 Meter hohen Berges Laugarfjall. Dieser ist Teil eines heute erloschenen Zentralvulkans.

Die Gegend ist touristisch sehr gut erschlossen, hier befinden sich mehrere Hotels, Restaurants und ein großes Besucherzentrum.

Stóri Geysir / Der große Geysir

Die Mutter aller Geysire wird in Island auch nur Geysir genannt. Abgeleitet ist das vom isländischen Wort geysa, was so viel wie Sprudeln oder Herausströmen bedeutet. Der große Geysir ist somit der Namensgeber für alle Springquellen der Welt.

Im Jahr 1294 wurde der Geysir erstmals erwähnt. Früher sprang er regelmäßig bis zu 60 m hoch, von Höhen bis zu 130 Metern wird berichtet. Heute bricht er nur noch sehr selten aus. Ein Grund dafür ist, dass man den Geysir früher zum springen animiert hat, indem man Seife in die Öffnung geworfen hat. Das Seifen von Geysiren wurde später verboten, doch leider erst nachdem der Große Geysir ruiniert war. Sein Aktivitätsmaximum erreichte der Große Geysir um das Jahr 1896.

Strokkur

 

Umso aktiver verhält sich der kleine Nachbar des Großen Geysir, der Strokkur (Butterfass). Er springt alle 5-10 Minuten in 10-15 Meter Höhe. Aber auch 30 Meter sind ab und an drin. Die Besonderheit am Strokkur ist, dass sich die Wassersäule im Schacht langsam hebt und zunächst eine meist hellblaue Kuppel bildet, bevor die Fontäne aufsteigt.

Der Strokkur entstand bei einem Erdbeben im Jahr 1789. 1963 wurde der Schacht des Geysirs aufgebohrt und gereinigt. Seitdem springt Strokkur zuverlässig.

Zum Haukadalur nimmt man von Reykjavík aus die nördliche Route über die Straßen 1 (Richtung Borgarnes), 36 (über Þingvellir), 365, 37 und 35. Alternativ kommt auch die knapp 10 Kilometer längere Südvariante infrage, die über die Straßen 1 (Richtung Sellfoss) und 35 (Abzweig kurz vor Sellfoss) führt.

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