Kaldidalur

Kaldidalur

4.5/5
  • Typ

    Landschaft / Hochland

  • GPS-Koordinaten

    N 64° 35' 53.7'' W 20° 46' 5.6''

  • Wann war ich da?

    2021

  • touristische Informationen

    Entfernung von Reykjavík: 95 km ● Fahrzeug: beliebig (Mietwagen nur 4x4) ● Touristenandrang: sehr gering ● WC: nein (Húsafell, Þingvellir)

  • Versorgung

    Supermarkt: Borgarnes (nettó, Bónus) - ca. 80 km ● Tankstelle: Húsafell (Orkan) - ca. 20 km

  • Schwierigkeitsgrad

    1 von 5

Das Kaldidalur (‚kaltes Tal‘) ist ein Tal im westlichen isländischen Hochland. Es verläuft annähernd in Nord-Süd-Richtung zwischen dem Vulkan Ok im Westen und den Gletschern Þórisjökull und Langjökull im Osten.

Durch das Kaldidalur führt die Hochlandpiste 550, die Kaldadalsvegur. Sie beginnt im Süden an der Straße 52, die hier von Þingvellir kommend nach links in Richtung Borgarnes abbiegt. Sie endet im Norden am Übergang der Straßen 518 und 523. Die Strecke ist 40 Kilometer lang.

Bis vor einigen Jahren war die Kaldadalsvegur noch eine F-Straße, die F550. Die Straße wurde inzwischen heraufgestuft und darf auch mit normalen Pkw befahren werden. Aber das hat ja an der Straße an sich nichts geändert. Die Mietwagenfirmen verlangen daher meist 4×4-Antrieb, was ich auch für vernünftig erachte. Es gibt doch einige starke Steigungen mit bis zu 12%, und ob man die bei nicht so optimalen Bedingungen ohne Allrad schafft?

Der höchste Punkt der Strecke liegt auf 727 Metern Höhe (bei den Bildern unten das mit der Touristengruppe). Auf der Strecke gibt es keine Furten, deshalb wird die Strecke oft als ‚Hochland für Anfänger‘ bezeichnet.

Kommt man von Süden über die Straße 52, fährt man geradeaus weiter, wenn die Straße 52 nach Westen abbiegt. Die Höhe beträgt hier etwa 350 Meter. Im Osten liegt der 1.060 Meter hohe Schildvulkan Skjaldbreiður. Kurz danach zweigt rechts die F338 (Skjaldbreiðarvegur) ab, die bis zur Kjalvegur (Kjölur) führt.

Rechts (östlich) erscheint dann der Gletscher Þórisjökull (1.350 Meter), die Strecke steigt immer weiter an. Auf der linken Seite sieht man den Vulkan Ok (1.198 Meter). Dieser trägt seit 2014 offiziell keinen Gletscher (ehem. Okjökull) mehr, da sich die Eismasse so verringert hat, das sich dieser nicht mehr durch sein Gewicht hangabwärts bewegen kann.

Der Þórisjökull wird dann vom vom Langjökull, Islands zweitgrößtem Gletscher, abgelöst. Hier im Dreieck von Þórisjökull, Langjökull und Ok befindet sich mit knapp 730 Metern die höchste Stelle der Piste. Die Straße fällt dann langsam wieder ab, nach rechts zweigt die Straße 551 (Langjökulsvegur) ab, die bis zum Langjökull führt. An deren Ende (nach 8 Kilometern) befinden sich die Basecamps für Touren zum Gletschertunnel und für Motorschlittenfahrten.

Die Piste fällt dann relativ steil ab und folgt auf den letzten Kilometern dem Verlauf des Flusses Geitá. Das Ende der Kaldadalsvegur lieft auf etwa 190 Metern Höhe.

Die Kaldadalsvegur ist im Winter geschlossen und wird zwischen dem 1. Juni und dem 7. Juli wieder freigegeben, meist schon in der ersten Junihälfte.

Die Kaldadalsvegur verläuft annähernd in Nord-Süd-Richtung. Von Süden geht es von Reykjavík über die Straße 1, 36 und 52 auf die Straße 550. Auch von Borgarnes aus gibt es eine südliche Variante über die Straßen 1, 50 und 52.  Kommt man von Norden, geht es ab Borgarnes über die Straßen 1, 50 und 518.

Man sollte aufs Tanken achten, im Norden gibt es im Húsafell noch eine Gelegenheit, im Süden gibt es in bis zu 80 Kilometern Entfernung keine Tankmöglichkeit.

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